Einen neuen Meilenstein in ihrer 26-jährigen Unternehmensgeschichte erreichte jetzt die Naturwärme Reit im Winkl. Es wurde die Photovoltaik-Freiflächenanlage mit knapp 1000 kWp auf der „Wanger Wiesn“ im Umgriff des Biomasse-Heizwerks erfolgreich ans Netz zugeschaltet.
Anfang August war beim Spatenstich mit 80 anwesenden Gesellschaftern, Einheimischen, Gemeindevertretern und weiteren geladene Gästen der Startschuss für einen arbeitsreichen Spätsommer gefallen. Mit teilweise über 20 externen Arbeitskräften gleichzeitig auf der Baustelle wurde dann häufig bis in die Abendstunden gearbeitet. Sechs Tage die Woche wuchs die Anlage Kabel für Kabel, Strebe für Strebe und Modul für Modul, sodass Mitte Oktober die Anlage technisch einspeisebereit war. Im weiteren Verlauf des Herbstes wurden die benötigten Zertifizierungsunterlagen angefertigt, bürokratische und regulatorische Hürden genommen und Restarbeiten soweit möglich abgeschlossen. Bei der Zuschaltung waren die Bayernwerke als Netzbetreiber, der Anlagenerrichter MaxSolar aus Traunstein und die Naturwärme Reit im Winkl als Anlageneigentümer und -betreiber vor Ort.
Standesgemäß für Reit im Winkl wurde die Anlage bei Schneefall zugeschaltet. An diesem Tag hat sich jedoch gezeigt, dass die planerische Auslegung der Naturwärme Reit im Winkl für die meteorologischen Besonderheiten des schneereichen Alpentales fruchten. Durch die ungewöhnlich hohe Modulneigung von 31 Grad rutschte der Schnee nach kurzer Zeit ab. Zusätzlich ergibt sich aufgrund des höheren Bodenabstandes genug Platz, sodass sich der Schnee nicht an der Modulunterkante türmt und die Gefährdung von Modulbruch vermieden wird.v„Es ist schön zu sehen, wie ein lange geplantes Projekt Formen annimmt und in die Realität umgesetzt wird“. so Andreas Heigenhauser, der Geschäftsführer der Naturwärme Reit im Winkl. Simon Heigenhauser, der Projektleiter seitens des Anlagenbetreibers, ergänzte: „Während der Bauumsetzung gab es natürlich Höhen und Tiefen, aber wenn man sieht, dass kurz nach Zuschaltung bei andauerndem Schneefall dennoch 100 kW Spitzenleistung generiert werden können, weiß man, die Arbeit hat sich gelohnt.“
Die PV-Freiflächenanlage soll pro Jahr über eine Million kWh erzeugen, die zu einem Teil den Strombezug des Heizwerks maßgeblich reduzieren und darüber hinaus über 200 Haushalte versorgen können.
Bericht und Foto: Sepp Hauser – Die PV-Freifächenanlage im Umgriff des Biomasse-Heizwerks Reit im Winkl wurde erfolgreich an das Netz zugeschaltet.




