Mit einem besonderen Tag beginnt diese Woche bei Christa Obermaier. Am Montag feiert die aufgeweckte Pittenharterin ihren 85. Geburtstag. Als Christa Stockhammer wurde sie am 9. Februar 1941 in Taching am See geboren. Mit der älteren Schwester Ingeborg und dem um 10 Jahre jüngeren Bruder Fritz wuchs sie auf und besuchte in Taching die Schule.
Ihre Ausbildung zu Bekleidungsfertigerin hat Christa 1957 mit Erfolg beendet und arbeitete bis 1962 in ihrem Ausbildungsbetrieb, einer Blusenfabrik in Waging am See. Ihr beruflicher Weg führte sie über einen Strickereibetrieb in Traunstein zum Goethe-Institut nach Bad Reichenhall. Für die junge Christa war es eine Freude, den in Bad Reichenhall stationierten Gebirgsjägern zuzuschauen, wenn sie auf singend auf dem Weg zum Übungsplatz unterwegs waren. Einer ist ihr besonders ins Auge fallen und wie sie heute schmunzelnd erzählt, war es eigentlich nur, weil er so schlecht und fürchterlich falsch gesungen hat. Wie das Schicksal so spielte war es gerade der, dem weiterhin das Interesse der gebürtigen Chiemgauerin galt. Ernst Obermaier hieß er, groß war und schon auch recht fesch, wie die heutige Jubilarin erzählt. Die Beiden haben sich immer wieder verabredet, gingen zusammen ins Kino, unternahmen Bergwanderungen und da war der Hochstaufen sehr oft das Ziel. Brotzeitmachen auf den Almhütten gehörte immer dazu. Die Kampenwand mit der Steinlingalm und den Stammtischabenden, wurde zum Hausberg des jungen Päarchens. Sie stellten vor ihrer Hochzeit einen Rekord auf, 32 Mal in einem Jahr haben Christa und Ernst die geselligen Abende auf der Steinlingalm besucht. Aus der gemeinsamen Leidenschaft für die Berg und der anfänglichen Freundschaft wurde bald eine sehr innige Liebe zwischen der Chiemgauerin und dem, aus dem Bayerischen Wald stammenden Ernst Obermaier.
Im Oktober 1964 haben dann die Hochzeitsglocken geklingelt. Nach Hochzeit zog das junge Paar in das Elternhaus von Christa, in Taching am See. Freundschaftliche Beziehungen nach Pittenhart pflegte die gelernte Näherin seit der Jugend zu den Familien der früheren Arbeitskolleginnen ihrer Mutter. Als in der Eichenstraße das Baugebiet ausgewiesen wurde, hat sich Christa Stockhammer, wie sie damals noch hieß ein Grundstück gekauft. Im Mai 1965 wurde mit dem Hausbau begonnen und bis zum Einzug in das neue Eigenheim haben die Obermaiers im Feldbisweg in Pittenhart gewohnt. Von Anfang an entwickelte sich eine große Leidenschaft zum dem idylischen Dorfen nördlich vom Chiemsee und wie die Jubilarin heute bekundet, habe sie es noch keine Minute bereut, Pittenhart zu ihrem Dahoam zu machen. Etwas anders erging es ihrem Ehemann Ernst, ihn hat es immer wieder in deine Heimat Niederbayern gezogen und so entschloss er sich Anfang der 1990 Jahre sich wohnungsmäßig wieder Richtung Bayerischer Wald zu orientieren. Der endgültige Umzug von Ernst Obermaier kam für die Familie völlig überraschend und stellte Christa Obermaier und ihre drei Kinder vor eine Herausforderung. Zusammen mit der 1965 geborenen Tochter Petra, Elisabeth die 1967 auf die Welt kam und den damals 20-jährigen Sohn Ernst musste das Leben neu organisiert werden. Trotz der räumlichen Trennung gab es immer wieder gemeinsame Unternehmungen für die Familie. Im April 2014 ist Ernst Obermaier verstorben und seine Urne ist in Haslbach bei Regensburg bestattet. Die Kinder sind inzwischen alle verheiratet und leben mit ihren Familien in der näheren Umgebung von Pittenhart. Die Nähe ermöglicht den Kindern mit ihren Familien häufige Besuche bei der Mama in Pittenhart. Gerade die sieben Enkel sind es, die es immer wieder zur Oma zieht und des Öfteren wird dann auch bei der Oma übernachtet.
Langweilig wird es der Jubilarin nie, Stricken, Sticken und Nähen gehören zu ihren Hobbys und aus ihren Händen entstehen die tollsten Handarbeiten. Christa schätzt auch sehr den guten Zusammenhalt mit den Nachbarn und dabei erwähnt sie eine Nachbarin ganz besonders. Mary ist es, die ihr nicht nur mit Rat und Tat zur Seite steht, sondern schon auch hin und wieder als moralische Bremse einwirkt. Ihren Ehrentag feiert Christa Obermaier im Kreis ihrer Familie und für die Zukunft wünscht sie sich, dass sie weiterhin gesund bleibt und das unternehmen kann, was ihr Spaß macht.
Bericht und Foto: Emmy Künzner-Hingerl – Christa Obermaier aus Pittenhart





