Land- & Forstwirtschaft

Pferdezüchter in Prien-Atzing

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Ohne die prächtig herausgeputzten schweren Rösser, ihr blinkendes Geschirr, die Glöckchen und das Klappern der schweren Hufe wären Umzüge nicht mal halb so schön. „Was wäre unsere Heimat ohne Pferde“, betonte Florian Schelle, der Vorsitzende des Pferdezuchtverbands Oberbayern bei der Jahreshauptversammlung der Pferdezuchtgenossenschaft Prien und Umgebung.  Auf ein erfolgreiches Jahr 2025 in der Zucht, den Leistungsprüfungen und durch die Teilnahme an Großveranstaltungen blickten die „Rosserer“ zurück.

Hervorragend besucht war die Veranstaltung im Gasthof „Stocker“ in Atzing und der erste Vorstand Hans Wallner freute sich nicht nur über die vielen Rosserer, sondern auch über den Zweiten Bürgermeister Michael Anner, der in seinem Grußwort zusammenfasste: „Ohne die Rösser vor den Festwägen machen Umzüge keinen Spaß“. Er zählte die zahlreichen Veranstaltungen auf, an denen die Pferdezuchtgenossenschaft mit ihren prächtigen Pferden glänzten. Nach dem Kassenbericht von Sepp Furtner und der Entlastung der Vorstandschaft stieg Schriftführer Florian Wörndl in den Jahresbericht 2025 ein. Er freute sich, dass Kathi Fischer mit ihrer „Novella“ beim Galaabend des Deutschen Sportpferds die Fahne der Pferdezuchtgenossenschaft Prien und Umgebung hochhalten konnte. Weitere Punkte waren unter anderem die Teilnahme am Jungzüchterlehrgang in München-Riem im März, die Entsendung einer Abordnung zur Versammlung der Oberbayerischen Züchter  nach Gut Keferloh, sowie der erste Jungzüchter-Tag in Gut Moosen. Die Chiemgau-Zeitung war im Mai vor Ort und berichtete ausführlich über den erfolgreichen Tag, an dem über 40 Kinder und Jugendliche teilnahmen. Neben Vorführungen und der Vermittlung von Wissen, stand auch der praktische Umgang mit ganz unterschiedlichen Pferdetypen und deren Verwendung im Vordergrund. In seinem Bericht folgten folgten die erfolgreiche Teilnahme an der Landesschau in München-Riem, die Ablegung der Feldleistungsprüfungen und die Vorauswahl für die Teilnahme an der Bayernschau im August. Wörndl gratulierte Karl Neumayr, der für ein Stutfohlen auf dem Fohlenmarkt in Miesbach im September den höchsten Preis erzielen konnte.

Vorsitzender Wallner dankte den vielen engagierten Genossenschaftsmitgliedern, die bei den Fohlenmärkten wie in Traunstein und bei anderen Veranstaltungen wie der Bayernschau immer mitgeholfen haben. In seinem Rückblick ging er auch auf die gemeinsame Ausfahrt der Rosserer ein, der „nicht schöner möglich war“, freute er sich über die rege Teilnahme, die tolle Organisation und die gelungene Vereinsfahrt. Er warb für die Kaltblut-Zuchtstuten Prämierung, die in Prien beim „Moar´z Bruck“ stattfinden wird. Wallner bat die Vereinsmitglieder bei der Organisation um Mithilfe und ging auf das geplante Programm ein. Er lobte auch die Ausrichtung des ersten Jungpferdezüchtertags: „Das war wirklich ein schöner Tag“, so sein Fazit. Wie Wörndl ging auch Wallner auf die erfolgreichen Prämierungen ein, die von den Pferden der Zuchtgenossenschaft 2025 erreicht werden konnten. Zuchtberater Karl-Heinz Geiger berichtete Interessantes aus der bayerischen Pferdezucht und informierte die Rosserer darüber, dass bezüglich der Zahlen die Kaltblutzucht im Aufwind sei, während die Zahlen bei den Warmblütern leicht rückläufig wären. Signifikant sei aber, dass bezüglich der Qualität der prämierten Pferde eine deutliche Steigerung zu früher zu verzeichnen sei. „Früher war die Note 6,5 super“, erinnerte er, „heute ist 6,5 die schlechteste Bewertung“, so sein Fazit. Florian Schelle, der Erste Vorsitzende des Pferdezuchtverbandes Oberbayern, betonte, wie gern er immer nach Prien komme und gab Zuchtberater Geiger recht: „Die Pferde werden immer besser“. Zugleich freute er sich, dass bei der Pferdezuchtgenossenschaft Kaltblüter und Haflinger „beieinander sind“. Er ging auf die bevorstehende Bayernschau ein, ging darauf ein, warum es das nächste Zentrale Landwirtschaftsfest in München wohl erst 2028 wieder geben werde und stellte einen Vergleich auf, in dem er das ZLF als die „Olympischen Spiele“ für Pferdezuchtgenossenschaften bezeichnete. Für 2028 werde aber jetzt schon mit den Planungen angefangen, unterstrich er.

Bericht: Alexandra Dachs – Fotos: Alexandra Dachs / Michael Anner junior / Hötzelsperger (Blick in die Versammlung)



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Toni Hötzelsperger

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