Leitartikel

Drei Kandidaten, ein gemeinsamer Moment auf dem Samerberg

Am 8. März wird auf dem Samerberg ein neues Kapitel aufgeschlagen. Nach 24 Jahren im Amt tritt Bürgermeister Georg Huber nicht mehr zur Wiederwahl an. Für die Gemeinde bedeutet das einen spürbaren Einschnitt – und zugleich den Beginn einer neuen Phase.

Ein Foto von einer Veranstaltung der Gebirgsschützenkompanie Samerberg zeigt mit Susanne Kunz, Wolfgang Ull und Michael Auer die drei Kandidaten, die sich um das Bürgermeisteramt bewerben. Es ist ein Bild, das in diesen Wochen über den eigentlichen Anlass hinaus Bedeutung bekommt. Denn es zeigt nicht den politischen Wettbewerb allein, sondern auch etwas, das den Samerberg seit jeher auszeichnet: das Miteinander in einer Gemeinde, in der man sich kennt, sich begegnet und Verantwortung nicht anonym, sondern vor Ort übernimmt.

Gerade in einer Zeit, in der politische Auseinandersetzungen oft laut und scharf geführt werden, wirkt eine solche Aufnahme fast still – und gerade deshalb besonders aussagekräftig. Drei Menschen aus der Gemeinde, mit unterschiedlichen Lebenswegen, Erfahrungen und Blickwinkeln, stehen nebeneinander. Nicht das Trennende ist in diesem Moment sichtbar, sondern die gemeinsame Bereitschaft, sich für den Samerberg einzusetzen.

Bürgermeisterkandidaten des Samerbergs von li nach re: Michael Auer, Susanne Kunz und Wolfgang Ull.

Dass dieses Bild bei einer Veranstaltung der Gebirgsschützen entstanden ist, passt zum Ort. Denn auf dem Samerberg gehören Brauchtum, Vereine, Ehrenamt, Kirche, Landwirtschaft und das gelebte gesellschaftliche Miteinander seit jeher zusammen. Das öffentliche Leben spielt sich nicht abseits der Menschen ab, sondern mitten unter ihnen. Auch Kommunalpolitik ist hier kein fernes Geschehen, sondern Teil des Alltags und des Zusammenlebens.

Die Bürgermeisterwahl im März wird eine wichtige Entscheidung für die Zukunft der Gemeinde sein. Doch unabhängig vom Wahlausgang steht schon jetzt fest: Der Übergang nach fast einem Vierteljahrhundert mit demselben Bürgermeister ist ein besonderer Moment in der Geschichte des Samerbergs. Dieses Foto hält genau einen solchen Moment fest – unaufgeregt, bodenständig und nah an den Menschen.
So wird aus einer Aufnahme vom Rand einer Veranstaltung auch ein Stück Zeitgeschichte: drei Kandidaten, eine Gemeinde und die spürbare Ahnung, dass ein neuer Abschnitt bevorsteht.

Fotos: Rainer Nitzsche



Redaktion

Rainer Nitzsche

Als Webseiten-Entwickler bin ich für die Gestaltung und den technischen Betrieb dieser Plattform verantwortlich und versuche, die Seite ständig aktuell und zeitgemäß zu halten.

Als Reportage-Fotograf möchte ich mit wenigen Bildern wiedergeben, was als geschriebener Text vielleicht Bände füllen würde. Es geht um Ereignisberichte in Bildern. Es gilt, schrittweise und in den richtigen Momenten Entwicklung und Ablauf von Ereignissen festzuhalten, die schließlich in einem Höhepunkt gipfeln. Das bedeutet, meine Fotografien sind sehr oft weniger formell und zeigen den Charakter der Menschen eher in einer pose-freien, authentischen Weise, die nicht inszeniert ist.
Mehr Fotos finden Sie auch auf meiner Webseite unter www.rainernitzsche.de

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