Auf dem Gelände der Stiftung Attl in Wasserburg stehen seit Kurzem sechs Kommunikationstafeln. Die Inhalte erarbeitete der Arbeitskreis Unterstützte Kommunikation, der auch die Standorte auswählte. Die klar gestalteten Piktogramme ermöglichen Menschen ohne Lautsprache, sich im Alltag mitzuteilen. „Für viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner sind Kommunikationstafeln wie eine Stimme“, erklärt Nina Scherer, Leiterin Fachdienst Wohnen und Unterstützte Kommunikation.
Projekt mit Spenden realisiert
Möglich machte das Projekt die Spargelschälaktion des Vereins Köche Stadt und Land Rosenheim im Edeka Singer im vergangenen Jahr. Mit Unterstützung der Adelholzener Alpenquellen kamen 1200 Euro zusammen. Zusätzlich förderte die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung die Anschaffung.
Fortan laden diese Tafeln vor der Verwaltung, im Klosterhof, am Spielplatz, auf dem Pausenplatz der Makarius-Wiedemann-Schule, am Attler Hof sowie am Schwimmteich zum Austausch ein. Jede greift dabei speziell die Themen ihres Standorts auf: Zum Beispiel finden sich Tier-Piktogramme am Attler Hof oder Spielgeräte an Spielplatz und Schule. Einheitliche Symbole wie Ja und Nein oder essen und trinken finden sich auf allen Tafeln an den gleichen Stellen zur besseren Auffindbarkeit. Die verwendeten Symbole entsprechen den Piktogrammen, die in der gesamten Stiftung im Rahmen der Unterstützten Kommunikation einheitlich zum Einsatz kommen. „Sie helfen, Wünsche auszudrücken, Bedürfnisse mitzuteilen oder einfach um Gefühle zu zeigen“, so Nina Scherer.
Einheitliche Symbole in allen Bereichen der Stiftung
„An zentralen Punkten bieten wir nun diese Hilfen an und freuen uns, wenn viele Bewohnerinnen und Bewohner sie ausprobieren“, so Scherer. Barrierefreiheit gelte schließlich auch für Kommunikation. „Natürlich sind auch die Besucher der Stiftung Attl eingeladen, sich mit diesen Tafeln auseinanderzusetzen“, so Nina Scherer.
Bericht und Fotos: Stiftung Attl
Bildunterschrift: Testen die neue Kommunikationstafel vor dem Kloster: Celina Eder, Mitglied im Arbeitskreis Unterstützte Kommunikation und Botschafterin für UK, und Nina Scherer, Leiterin Fachdienst Wohnen und Unterstützte Kommunikation. Zum Sprechen benutzt Celina ihr Tablet mit einer Sprach-App.






