Gastronomie

Gelungener Bernauer „Tag der Umwelt“!

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Der Bernauer „Tag der Umwelt“ war ein riesiger Erfolg!“ Dieses Fazit zogen am Ende der Veranstaltung nicht nur Umweltreferent Sepp Genghammer und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Gregor Thalhammer, sondern auch die teilnehmenden Gruppierungen, Vereine und Organisationen. Alle waren von der Resonanz sichtlich angetan. Initiiert wurde dieser Tag von der „Umwelt-Aktion Bernau“, einem Zusammenschluss beider Kirchengemeinden und der Gemeinde Bernau.

Bernau – Begonnen hatte der Umwelttag bei traumhaften Wetterbedingungen am vergangenen Sonntag um 10 Uhr mit einem von Pastoralreferentin Edith Heindl und Pfarrerin Hannah von Schroeders gemeinsam gestalteten ökumenischen Gottesdienst im Bernauer Kurpark, der von Vogelgezwitscher aus den grünen Baumkronen begleitet wurde. Nach der in verteilten Rollen vorgelesenen Schöpfungsgeschichte mit stimmungsvoller Zwischenmusik von den Hafenstoaner Alphornbläsern und einem gemeinsamen Gebet aus dem päpstlichen Schreiben „Laudato Si“ stellten sich in der Predigt beide Zelebrantinnen die zentrale Frage, wie es dem Menschen heute gelingen kann, schonend und sorgsam mit seiner Welt umzugehen. Man dürfe sich nicht überschätzen und darüber resignieren, was man nicht schafft, sondern jeder könne sich etwas Kleines vornehmen und so selbst Verantwortung übernehmen. Die musikalische Umrahmung übernahm mit schmissigen Rhythmen der evangelischen Posaunenchor Prien.

Bürgermeister Philipp Bernhofer freute sich über die vielen Besucher. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, die das vom katholischen Frauenbund angestoßene Umweltthema über beide Kirchengemeinden in den Ort Bernau hineingetragen hätten und viele Interessierte und Gleichgesinnte erreicht habe. Es sei wichtig, dass die Bürger vor Ort auch im kleinen Bereich zum Klima- und Umweltschutz beitragen und nicht nur nach der großen Politik rufen. Genau hier setze dieser Umwelttag an. Und es war einiges, was für diesen Tag zusammengetragen wurde.

Auf dem Rathausplatz konnten sich die ständig wechselnden Besucher an mehreren Ständen über aktuelle Energiesysteme, Fotovoltaik und Speichertechniken, sowie über E-Autos und E-Roller informieren. Der kath. Frauenbund stellte neben einer kleinen Ausstellung über Plastik im Alltag auch verschiedene Alternativen dafür vor, Susanne Pfliegl bot samenfestes Bio-Saatgut zum Tausch an, anderswo wurden Bücher zu Umweltthemen für Kinder und Erwachsene vorgestellt. Greenpeace machte auf die Mikroplastik-Gefahren aufmerksam und der Verein „Diagnose: Funk“ wies auf die Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung hin. Die Tourist-Info stellte das E-Carsharing für Bürger und Touristen vor und der Abwasser und Umweltverband (AUV) machte Werbung für die Chiemsee-Ringlinie und den „Bürgerbus Chiemsee“. Ausstellungen über die Hummeln (BUND) und die Rolle der Bienen im Ökosystem (Imkerverein) rundeten das große Informationsangebot auf dem Rathausplatz ab. Außerdem konnten sich die Besucher vom Bernauer Klimaschutzbeauftragten und Vorstandsvorsitzenden der Bürgerenergie Chiemgau eG David Schmittner das Blockheizkraftwerk (BHKW) im Bernauer Hallenbad erklären lassen und Bürgermeister Bernhofer stellte bei Probefahrten das E-Auto der Gemeinde vor. Jugendliche des Jugendtreffs 7-teen pflanzten am „Pump-Track“ eine Linde, wobei der Baum mit dem Verkauf von Waffeln und Muffins finanziert wurde. Die kath. Landjugend bot frittierte Bio-Kartoffel-Spiralen zum Verkauf an und der Frauenbund betrieb einen Stand mit Kaffee, Kuchen und frischen Getränken.

Im Rathaus-Saal gab es noch die Möglichkeit sich den Film „Im Wunderland der Bienen“ (Imkerverein) anzusehen oder an zwei größeren Vorträgen teilzunehmen. Die Permakultur-Designerin Karin Frank, die sich seit Jahren mit gemeinschaftlichem Obst- und Gemüseanbau und solidarischer Landwirtschaft beschäftigt, zeigte bei ihrem Vortrag Bilder von bereits realisierten „Gemeinschaftsgärten“ im Chiemgau und ging auf den Nutzen und die Bedeutung dieser Anlagen für die Allgemeinheit ein. Elektromeister Hartl Hinterholzer stellte als Betriebsinhaber einer Fachfirma für Solartechnik die „Energiewende dahoam“ vor. Dabei berichtete er aus eigener Erfahrung, wie in den Bereichen Wärme, Strom, Verkehr und Ernährung eine Energiewende funktionieren kann.

So war wirklich für jeden etwas dabei und auch die kleinen Besucher konnten sich bei Nistkasten-Basteleien (BUND), beim Stoffdruck mit der Kita „Netz für Kinder“ und beim Kindergarten „Unterm Regenbogen“ mit einem transparenten Komposter und Leseaktionen u.a. mit Pfarrer Klaus Hofstetter den großen Themen „Plastik vermeiden“ und Umwelt spielend und bastelnd nähern.

Neben mehreren kleinen Musikgruppen, die sich im Stundentakt auf dem Rathausplatz abwechselten und zur Unterhaltung der Besucher spielten, beendete dann um 16 Uhr die Musikkapelle Bernau mit ihrem Dirigenten Albert Osterhammer im Musikpavillon des Kurparks diesen außergewöhnlichen Tag mit einem Standkonzert.

Bericht und Bilder: Georg Leidel

 

 



Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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