Zur inzwischen 25. Jahresversammlung des Vereins HOSPIZ-Gruppe Prien und Umgebung e.V. konnte Erster Vorsitzender Stefan Scheck einen sehr guten Besuch aus den Reihen der inzwischen 265 Mitglieder im Katholischen Pfarrheim verzeichnen. Sein besonderer Gruß galt den ausgebildeten Hospiz-Begleitern mit den Worten: „Die Begleiterinnen und Begleiter sind das Kapital, das die Hospiz-Gruppe und Hospiz-Gedanken zum Leben bringt“.
Zu den 15 für den Priener Verein im Einsatz befindlichen Hospiz-Begleitern kommen noch vier Hospizbegleiterinnen im Bernauer Chiemseehospiz als zusätzliche Helfer im hauswirtschaftlichen Bereich. Insgesamt ergaben sich im Vorjahr 810 ehrenamtlich erbrachte Einsatzstunden bei einer zurückgelegten Wegstrecke von 8.324 Kilometern. Wie Vorstand Stefan Scheck weiter informierte, haben sich die Aktivitäten zugunsten der Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung bewährt. Dies zeigte und zeigt sich, dass bei den angebotenen Grund- und Aufbaukursen immer jüngere Teilnehmer zu verzeichnen sind. Dies ist auch auf die regelmäßige Präsenz der HOSPIZ-Gruppe Prien auf dem Grünen Markt an Freitagen mit einem Informations-Stand zurückzuführen (Helfer für Standdienste sind jederzeit willkommen). Auch das Projekt „Hospiz macht Schule“ diente und dient der verbesserten Wahrnehmung in der Gesellschaft. „Da wir kein Verein der Traurigkeit sind, sondern bewusst mit dem Tod und dem Lebensende umgehen, wollen wir auch beibehalten, dass wir mit unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zweimal im Jahr zu einem Sommer- und zu einem Adventfest zusammenkommen. Mit etwas Lachen geht es schließlich in unserer nicht leichten Aufgabe leichter“. Zusätzlich dienen die monatlichen Gruppenabende und Supervisions-Veranstaltungen mit wechselnden Themen der Fortbildung innerhalb der Hospiz-Bewegung und neuer Impulse für das Miteinander. Bewährt haben sich auch die bisherigen öffentlichen Veranstaltungen in der Priener Bücherei, auch diese Form der Öffentlichkeitsarbeit soll fortgesetzt werden.
Guter Kassenstand dank Beiträgen und Spenden
Schatzmeister Walter Richter konnte von einem guten Kassenstand aufgrund der Mitgliedsbeiträge und einiger Spenden berichten. Gemäß der Vereinssatzung wird mit Finanzmitteln des Vereins zusammen mit dem Rosenheimer Jakobus Hospizverein e.V. und mit dem Hospiz-Netzwerk Traunstein der Förderverein der Chiemseehospiz in Bernau unterstützt. Über diese Einrichtung mit derzeit 10 Plätzen mit seit mehr als zwei Jahren 90-Prozent-Vollauslastung berichtete Stefan Scheck als Vorstand der Chiemseehospiz zum aktuellen Stand. Das jährliche Defizit in Höhe von 250.000 Euro bis 300.000 Euro wird dankenswerterweise von den kommunalen Trägern übernommen. Für zusätzliche Investitionen, wie beispielsweise die Personal-Ausbildungen kann der zum Chiemseehospiz gehörende Förderverein jederzeit angerufen werden. Auch hierfür sprach Stefan Scheck seinen ausdrücklichen Dank aus.
Eine besondere Stimmung erhielt die Jahresversammlung der Priener Hospiz-Gruppe durch Musikdarbietungen der Harfinistin Silke Katzenbach. Die Musik-Therapeutin erklärte zu ihren ersten Stücken „Herbst-Walzer“ und „Quelle“: „Für mich ist es eine Ehre und Freude, Menschen am Ende ihres Lebens noch mit Musik, mit Klangschalen und mit Gesang begleiten zu dürfen. Schwingungen dieser Art sind Energie in unserem Universum“. Für die Musik-Präsentation bedankten sich die Versammlungsteilnehmer mit herzlichem Applaus. „Deine Musik erfüllt den Raum und erfüllt die Seele“ -so Stefan Scheck abschließend.
Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Versammlung des Priener Hospizvereins im Katholischen Pfarrheim.
- Blick in Versammlung
- Vorstand v.l.n.r.: 1. Vorstand Stefan Scheck, Schatzmeister Walter Richter, Beisitzerin Angela Müller, Beisitzerin Anja Summerer, Schriftführerin Angelika Fischer, Beisitzerin Andrea Schneider und Zweite Vorsitzende Angelika v. Obernitz (auf dem Bild fehlen Christine Krause-Sinn und Susanne Bredow).







