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Politischer Aschermittwoch

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Beim politischen Aschermittwoch der CSU Bernau-Hittenkirchen zog Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber eine kurze, aber ergebnisreiche Bilanz: „Ich will gar keinen großen Rückblick halten – wir haben in den letzten Jahren viel geschafft, weil es MITEINANDER gut lief!“

Und tatsächlich: Die Liste der umgesetzten Projekte kann sich sehen lassen. Das Strandbadgbäude wurde erneuert, die Erweiterung des Parkplatzes an der Kastanienallee läuft auf Hochtouren, und auch die Sanierung der Chiemseestraße wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis erfolgreich umgesetzt.

Neue pflegefreie Bestattungsformen wurden am Friedhof eingerichtet, der Weg für eine Tagespflege ist frei, und der Radweg an der Priener Straße führt nun sicher bis ins Gewerbegebiet. Das Haus des Gastes befindet sich in der Zielgeraden der Bauarbeiten. Hinzu kommen die Sanierung der Quelle in Reit und die komplette LED-Umstellung der Straßenbeleuchtung. Auch energetisch hat die Gemeinde investiert: Nach der Sanierung mehrerer Liegenschaften steht als Nächstes die Wasserwachtstation an. Besonders erfreulich: Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt aktuell nur 595 € – ein Spitzenwert.

Mit Blick in die Zukunft bleibt Bürgermeisterin Biebl-Daiber keine Träumerin, sondern spricht offen an, wo Ziele noch nicht erreicht wurden: „Das Thema Wohnraum bleibt die große Aufgabe. Wir konnten zwar keine neuen Baugebiete ausweisen, haben aber bewusst auf Nachverdichtung gesetzt und mit der Erhöhung der Zweitwohnungssteuer und werden bei der Überarbeitung von Bebauungsplänen mit einer Erstwohnsitzbindung auch wieder klare Zeichen setzen. Auch der Einsatz einer Zweckentfremdungssatzung wurde geprüft, sei aber derzeit für Bernau nicht das richtige rechtliche Instrument.“ Für die kommenden Jahre steht die Sanierung der Schule ganz oben auf der Agenda. Am Friedhof soll weiter in Barrierefreiheit investiert werden, und im März wird im Saal des Gasthofes Kampenwand das Konzept zur kommunalen Wärmeplanung vorgestellt. Große Investitionen stehen bei der Feuerwehr an – 3 Millionen Euro, davon 2,3 Millionen für den Anbau und 700.000 Euro für das neue Einsatzfahrzeug HLF‑20.

Außerdem sollen die Bahnhofssanierung und mehrere Straßenprojekte – darunter zusammen mit dem Landkreis die Aschauer Straße – realisiert werden. Auch der Weg zu einem interkommunalen Hallenbad und ein „Haus der Vereine“ stehen auf der Prioritätenliste. „Ich bin froh, dass ich ein tolles Team an der Seite habe, das hochmotiviert ist und jetzt im Wahlkampf mit anpackt“, betont sie. Im Anschluss an Biebl-Daibers Rede stellten sich die anwesenden Kandidaten der CSU-Liste vor. Im Anschluss sprach Landrat Otto Lederer über die Bedeutung der Kommunen: „Sie gestalten den unmittelbaren Lebensraum der Menschen – darum ist es so wichtig, zur Kommunalwahl zu gehen.“

Er blickte auf zahlreiche Projekte des Landkreises zurück: Über rund 360 Kilometer Kreisstraßen verfüge der Landkreis, Teile wurden saniert, darunter die Chiemseestraße; Schulen wurden saniert oder neu gebaut. Aktuell betreut der Landkreis 22 Schulen – in den kommenden Jahren soll der Fokus auf der Sanierung der Förderschulen liegen. Bildung sei, so Lederer, ein Schlüssel, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die regionale Wirtschaft zu stärken.

Er lobte die Bernauer CSU-Liste, auf der viele Landwirte vertreten sind, die ausbilden, sich ehrenamtlich engagieren und tief in der Region verwurzelt sind. „Viele Menschen wissen gar nicht mehr, wie regionale Kreisläufe funktionieren. Dabei hängen Tausende Arbeitsplätze, zum Beispiel in den Molkereien, mittelbar an der Landwirtschaft.“ Biebl-Daiber überreichte dem Landrat für die Wahlen am 8.3. einen kleinen Schoko-Glückpilz, den er bei sechs weiteren Mitbewerbern sicherlich brauchen könnte. Ein politischer Aschermittwoch also, der weniger konfrontativ als verbindend war – geprägt von dem Gefühl, gemeinsam für die Heimatgemeinde Bernau voranzukommen.

Bericht und Bilder: CSU Bernau-Hittenkirchen

 



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Toni Hötzelsperger

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