Es-Dur als Klangfarbe des Erhabenen – Bruckners Sinfonie und Mozarts Klavierkonzert in einer Tonart von Noblesse, heroischer Strahlkraft und monumentaler Größe – Interview mit Solisten Joseph Moog.
Am Freitag, den 27. Februar um 19:30 Uhr findet im Kurgastzentrum Bad Reichenhall das zweite Abo-Konzert der Bad Reichenhaller Philharmoniker unter der Leitung von Daniel Spaw statt. Auf dem Programm stehen die Sinfonie Nr. 4, in Es-Dur von Anton Bruckner und das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 22, KV 482 in Es-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Solisten Joseph Moog. In der Saison 25/26 tritt er nicht nur in Bad Reichenhall, sondern auch an vielen anderen Orten, wie Leipzig, Zürich, Wien, Paris oder Porto auf.
Sie waren Artist in Residence im vergangenen Jahr. Was hat Sie bewogen, wieder nach Bad Reichenhall zurückzukehren?
Da gibt es mehrere Gründe – zum Einen waren da die wunderbaren Kooperationen mit dem Orchester im vergangenen Jahr, dann hat mich Bad Reichenhall mit seinem Charme begeistert, inmitten der malerischen Natur, mit den inspirierenden Parkanlagen, der nostalgischen Architektur und dem besonderen Flair, das Kurstädte so an sich haben. Ganz besonders möchte ich aber die Freundschaft und enge künstlerische Verbindung zu Daniel Spaw nennen, dessen Einladung ich herzlich gerne folge.
Wie hat das vergangene Jahr Ihre Karriere beeinflusst? Welche besonderen Erfahrungen und Erlebnisse gab es?
Es war eine grandiose Erfahrung, mehrfach an einem Ort zu gastieren und eine vielfältige musikalische Partnerschaft mit den Philharmonikern zu entdecken. Wir hatten Gelegenheit, mit Klavierkonzerten von Mozart, Poulenc und Saint-Saens auch in Bayreuth zu gastieren und diese Erfahrung als Artist in Residence hatte für mich ein wenig Festivalcharakter.
Seit wann haben Sie das Klavierkonzert von Mozart in Es-Dur in Ihr Repertoire aufgenommen? Und was unterscheidet es von den vorausgegangenen Klavierkonzerten in Es-Dur? Welche Rolle nimmt es in Mozarts Gesamtkunstwerk ein?
Dieses Meisterwerk ist ausgesprochen verspielt, voll von sprudelnden, quirligen und originellen Motiven und Charakteren. Mozart tobt sich – auch im Orchester – regelrecht aus und lässt seiner Fantasie freien Lauf. Der Mittelsatz ist nicht wirklich als langsamer Satz zu deuten, sondern eher eine elegante Wanderung im Tanzschritt. Dann der Finalsatz – so eingängig, so liedhaft und vollendet im Thema. Um dann anschließend virtuos und improvisatorisch zu überraschen. Wenn es eine aus Musik bestehende Mozartkugel gäbe, wäre dieses Konzert mit all seinen Aromen sehr geeignet!
Fotos (Jospeh Moog): Joseph Moog, Concert Pianist • Composer, GRAMMY®️-Nominé
Die Fragen stellte Brigitte Janoschka (in schriftlicher Form)






