Das neu gegründete Zentrum für Hämatologische Neoplasien am RoMed Klinikum Rosenheim hat die Erstzertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) erfolgreich bestanden. Die Auszeichnung bestätigt die hohe medizinische Qualität, patientenorientierte Versorgung und die strukturierten fachübergreifenden Abläufe der Einrichtung.
Für die Menschen in der Region bedeutet das: schnellere Wege zu Diagnose und Therapie, koordinierte Betreuung durch ein erfahrenes, interdisziplinäres Team und geprüfte Behandlungsstandards – ohne weite Anfahrten. Das Zentrum deckt das gesamte Spektrum hämatologischer Krebserkrankungen ab, darunter Leukämien, Lymphome, Multiples Myelom und andere bösartige Erkrankungen des Blutes, Knochenmarks und des lymphatischen Systems. „Unsere Patientinnen und Patienten werden sowohl ambulant als auch stationär versorgt“, betont Dr. Gerhard Puchtler, Leiter des Zentrums. „Durch die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region können wir die Diagnostik und Behandlung optimal gestalten und individuell auf die jeweilige Lebenssituation abstimmen.“
Zentrums-Koordinatorin Dr. Ulrike Kolar-Michaelis ergänzt: „Ein zentraler Erfolgsfaktor ist vor allem die strukturierte Kooperation verschiedener Fachbereiche wie Hämatoonkologie, Radiologie, Pathologie, Transfusionsmedizin, Pflege und Psychoonkologie.“ So sorgen wöchentliche Tumorkonferenzen für eine koordinierte Fallbesprechung, standardisierte Behandlungspfade nach evidenzbasierten Leitlinien garantieren gleichbleibend hohe medizinische Qualität, und ein umfassendes Qualitäts- und Risikomanagement sichert die Dokumentation von Behandlungs- und Ergebnisqualität.
Krebsbetroffene profitieren zudem vom Zugang zu klinischen Studien, innovativen Medikamenten und modernen Therapiekonzepten, die Behandlungsergebnisse verbessern und neue Therapiemöglichkeiten eröffnen. In vielen Fällen werden Medikamente eingesetzt, die gegen auffällige genetische Veränderungen in den bösartigen Zellen gerichtet sind. Somit wird eine zielgerichtete, hocheffektive Therapie möglich.
„Die Erstzertifizierung ist ein elementarer Baustein in der Weiterentwicklung unseres Onkologischen Zentrums am RoMed-Standort Rosenheim und ein wichtiges Signal für unsere Patientinnen und Patienten,“ sagt PD Dr. Andreas Bauer, Ärztlicher Direktor. „Sie zeigt, dass wir höchste medizinische Standards einhalten und gleichzeitig individuelle, menschlich zugewandte Betreuung gewährleisten.“
Bericht und Foto: RoMed Kliniken – (v.l.): PD Dr. Andreas Bauer, Ärztlicher Direktor, Dr. Ulrike Kolar-Michelis, Zentrumskoordinatorin, Dr. Gerhard Puchtler, Zentrumsleiter und Dr. Martina Bielawski, Klinikleiterin.
Zertifiziertes Onkologisches Zentrum am RoMed Klinikum Rosenheim
Seit 2010 bündeln alle onkologischen Fachabteilungen ihre Kompetenz und verfolgen ein gemeinsames Ziel: die bestmögliche Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten in der Region während des gesamten Krankheitsverlaufs. Die einzelnen RoMed-Organkrebszentren sind Expertenteams für die Behandlung der verschiedensten Tumorerkrankungen und bieten spezielle Therapieeinheiten. Krebsbetroffene können dort u.a. in Studien von neuen, innovativen Therapieansätzen profitieren. Zusätzlich stehen den Patientinnen und Patienten Dienste wie Psychoonkologie, Sozialdienst, Seelsorger oder palliativmedizinische Pflege zur Verfügung. Die Diagnostik- und Therapieschritte sowie die Behandlungsergebnisse werden über die gesetzlichen Anforderungen hinaus regelmäßig von unabhängigen Gutachtern wie der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) nach höchsten Qualitätskriterien geprüft und zertifiziert. Im Onkologischen Zentrum sind die Fachdisziplinen Gynäkologie, Chirurgie, Urologie, Internistische Onkologie, Radiologie, Pathologie, Strahlenmedizin, Gastroenterologie und Pneumologie vertreten. www.romedkliniken.




