Gebensbach In der Vilsgemeinde Taufkirchen gibt es den Schäfflertanz seit 1951 und er wird alle sieben Jahre in der Faschingszeit aufgeführt. Am Sonntag, 07. Febtuar nach dem Gottesdienst kamen die Taufkirchner Schäffler bei trockenem und sonnigen Winterwetters zu einem Schäfflerauftritt nach Geb-ensbach. Der Ursprung des Schäfflertanzes reicht in das Jahr 1517 zurück.
Danach hätte die herzogliche Anordnung ein Überhandnehmen der Feste verhindern sollen, zumal auch viele andere Zünfte ihre traditionellen Feste hatten. Traditionen vermitteln und Freude der Bevölkerung bringen, das sei die Aufgabe der Schäffler. Die Schäffler und Fassmacher tragen bei ihren Auftritten rote Jacken, grüne Kappen, scxhwarze Kniebundhosen sowie schwarze Lederschuhe. Für die Tänzer, Reifenschwinger, Fasslschlager, Kronenträger und Clowns sowie die Schäfflerkapelle ist es wieder eine kurze, aber anstreng-ende Tanzsaison. Die Schäffler tanzen mit grünen Buchsbaumreifen um ein geschmücktes Bierfass, ihren Figurentanz, angeführt von einem Vortänzer und begleitet von einigen Kasperln, die das Publikum unterhalten. Zu den Klängen der Schäffler-Blaskapelle schwingen sie ihre grünen Buchsreifen, während sich der Vortänzer auf das Fass stellt und eine respektive artistische Leistung zu vollbringen hat: Das Lied “Aber heit is koit, aber heit is sakrisch koit…”. Dazu schwengt der Vortänzer zwei Fassreifen, in denen ein gefülltes Glas Schnaps steht , von dem kein Tropfen verloren gehen soll. Der Schäffler-tanz wird als Quadrille im Polkerschritt getanzt. Jede der überlieferten Figuren, wie Aufmarsch, Auftanz, Schlangentanz, Krone, Solotanz oder Schäfflermeister-Abmarsch sind kompliziert und mussten viele Wochen vorher trainiert werden. Hier haben die Taufkirchener Schäffler verschiedenste Formen herausgebildet.
Als erstes kommt der Aufmarsch, der von rhytmischen Schlägen der Fassschläger begleitet wird. Es folgt der Auftanz, er dient lediglich zum Erwärmen der Muskulatur. Danach kommt der Schlangentanz. Er bedeutet, das die Pest wie eine heimtückische Schlange urch das Land gezogen ist. Die Tanzfigur der Krone ist der Höhepunkt des Tanzes, er steht für den Sieg über die schreckliche Pestzeit. Der Solotänzer, Reifenschwinger und zugleich Leiter der Taufkirchner Schäffler, Bernhad Sinseder hat die Aufgabe mit einem Reif kunstvoll kreisend durch die Reihen zu tanzen. Auf Einladung der Gebenbacher Vereine und der Pfarrei Gebensbach zeigten Schäfflermeister Bernhard Sinseder und seine Tanzgruppe ihren schwungvollen, harmonisch einstudierten und von den prachtvollen Farben der Trachten verschönten Reigentanz. Begleitet wurden die Schäffler von den Mitgliedern der Schäfflerkapelle. Sie tanzten nach der bekannten Melodie: “Aber heit is koid, aber heit is koid, aber heit is sagrisch koid. Schäfflermeister Bernhard Sinseder, bedankte sich herzlich, “das wir hier in den “Gemschbecker” tanzen durften”, mit einem Vergelt’s Gott. Für eine kurze Stärkung mit heißen Wienern sowie für einem Stamperl Obstler für die Schäffler und Musikanten sowie für die zahlreich erschienen Bewohner und Gäste war ebenfalls reichlich gesorgt.
Bericht und Fotos: Hans Kronseder
-Die Taufkirchener Schäffler tanzten am Sonntagvormittag am Gemschbecker Kirchplatz
-Alle sieben Jahre in der Faschingszeit haben die Taufkirchener Schäffler ihren Auftritt









